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Weihnachtssterne in vielen Formen und Farben

FAQ – Häufige Fragen rund um den Weihnachtsstern

Wo kommt der Weihnachtsstern her? Blüht er das ganze Jahr? Wie wird er verwendet? Woran erkennt man gute Qualität und was muss man beim Gießen beachten? Hier gibt es Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um den Weihnachtsstern.

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Wissen

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) stammt aus Mittelamerika. Dort wächst er als Strauch oder kleiner Baum, der vier bis fünf Meter hoch wird.

Im Jahr 1828 brachte der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Mexiko, Joel Roberts Poinsett, die Pflanze in die USA. Ihm zu Ehren wird der Weihnachtsstern auch Poinsettie genannt.

Zunächst war die Poinsettie eine „Schnittblume“. In den 1950er Jahren war die Züchtung dann so weit, dass der Weihnachtsstern als Zimmerpflanze weltweit Karriere machte.

In Europa sind Weihnachtssterne in botanischen Sammlungen seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt. Naturforscher brachten sie von ihren Expeditionen mit.

Die ursprüngliche Aufgabe der farbigen Hochblätter (Brakteen) ist es, Insekten und Kolibris zu den eigentlichen Blüten zu locken.

Die Wildform des Weihnachtssterns besitzt fast immer karminrote Brakteen. Vereinzelt findet man auch Exemplare mit rosa oder weißen Hochblättern. Bei den modernen Zuchtformen gibt es viele verschiedene leuchtende und dezente Farben.

Die Blüten des Weihnachtssterns (Cyathien) sitzen klein und unscheinbar grünlich-gelb gefärbt in der Mitte der farbig gefärbten Hochblätter.

Einen frischen Weihnachtsstern erkennt man daran, dass die Cyathien noch knospig sind.

Die Hauptblütezeit der im Verkauf angebotenen Weihnachtssterne reicht in Europa von Ende Oktober bis Januar oder Februar.

Weihnachtssterne zählen zu den Kurztagspflanzen. Um Blüten und farbige Hochblätter zu bilden, benötigen sie über rund sechs Wochen mindestens zwölf Stunden pro Tag absolute Dunkelheit.

Der natürliche Kurztag beginnt in Europa – je nach Breitengrad – erst Ende September/Anfang Oktober. Um bereits Ende Oktober schön gefärbte Weihnachtssterne anbieten zu können, arbeiten die Gärtner daher ab dem Spätsommer vorübergehend mit künstlicher Verdunkelung.

In Äquatornähe ist das anders, dort blüht der Weihnachtsstern fast das ganze Jahr.

Weihnachtssterne werden auch Poinsettien genannt. Die Bezeichnung geht zurück auf Joel Roberts Poinsett (1779 – 1851), den ersten Botschafter der USA in Mexiko.

Im Jahr 1828 entdeckte der große Pflanzenliebhaber in Mexiko wild wachsende Weihnachtssterne. Fasziniert von der Schönheit der Pflanze, schickte er sie an botanische Gärten überall in den USA. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verbreiteten sich die Weihnachtssterne im ganzen Land. In warmen Regionen wie Kalifornien wuchsen sie dabei oft als Freilandpflanzen. Poinsett starb am 12. Dezember 1851. 1852 führte der US-Kongress zu Ehren des Diplomaten den Poinsettia Day ein, der seither jedes Jahr in den Vereinigten Staaten an diesem Datum begangen wird.

Das liegt zum einen an der Blütezeit in den Wintermonaten, zum anderen aber auch an der Familie Ecke, die für die weltweite Karriere der Poinsettie als Weihnachtspflanze gesorgt hat.

Albert Ecke, ein Lehrer und deutschstämmiger Auswanderer in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bemerkte in der Weihnachtszeit die leuchtend roten Hochblätter der Weihnachtssterne, die auf seinem Farmland in Kalifornien wild wuchsen, und hatte eine Idee. Er begann, neben Obst und Gemüse auch Weihnachtssterne zu züchten und verkaufte die Zweige während der Weihnachtszeit als Schnittblumen auf dem Hollywood und Sunset Boulevard in Los Angeles. Ab etwa 1909 konzentrierte sich Albert ganz auf die Züchtung und Entwicklung von Weihnachtssternen.

Nach Alberts Tod im Jahr 1919 übernahm sein Sohn Paul Sr. das Familienunternehmen und widmete sich ganz der Etablierung des Weihnachtssterns als Weihnachtssymbol.

Das haben wir ebenfalls der Familie Ecke zu verdanken, insbesondere Paul Ecke Junior, der dritten Generation der Familie Ecke. Er investierte viel Zeit und Energie in die Vermarktung seiner Zierpflanzen. In der Vorweihnachtszeit belieferte er Fernsehsender in den USA kostenlos mit Weihnachtssternen, die sie im Fernsehen zeigen konnten, und sogar das Weiße Haus wurde regelmäßig mit Pflanzen beliefert. So verhalfen die Eckes dem Weihnachtsstern innerhalb weniger Jahre zu großem Ruhm. Bald hatte er einen festen Platz in der amerikanischen Weihnachtskultur.

Parallel zu den USA  gleichen Zeit wurde auch in Deutschland und Europa erfolgreich an der Züchtung kurzstieliger, kompakter Topfsorten gearbeitet, so dass sich die Poinsettie in den 1950er Jahren auch hier bald als Zimmerpflanze etablierte. Als solche  fand sie rasch Liebhaber und geriet darüber als Schnittblume in Vergessenheit.

Kreative Dekoideen mit Weihnachtssternen für Herbst, Winter, Advent und Weihnachten finden Sie in unserem Deko-Blog.

Weihnachtssterne kaufen

Im Herbst und Winter ist immer eine gute Zeit, um einen Weihnachtsstern zu kaufen!

Die Hauptverkaufssaison startet in Deutschland in der Regel Ende Oktober. Gehandelt werden Weihnachtssterne bis zum Weihnachtsfest. Die Gärtnereien staffeln ihren Anbau, sodass immer wieder frische Ware in den Handel kommt.

Hybride Weihnachtssterne sind sogar schon im September erhältlich. Sie haben besonders viele Hochblätter und sind in der Regel in Rosa, Pink und reinem Weiß erhältlich.

Die größte Auswahl an Sorten, Farben und Wuchsformen findet man im Fachhandel in der Regel zu Beginn der Hauptverkaufszeit Ende Oktober, Anfang November.

Aussehen:
Ein gesunder, frischer Weihnachtsstern hat dichtes Laub ohne Beschädigungen oder Verfärbungen sowie knospige Blüten.

Präsentation:
Die Pflanzen stehen im Verkaufsraum an einem hellen, warmen Platz und sind vor Zugluft geschützt. Weihnachtssterne dürfen nicht unter 15 Grad Celsius stehen!

Wasserversorgung:
Weihnachtssterne dürfen weder komplett austrocknen noch durchnässen. Ist der Topf auffallend leicht oder schwer, ist Vorsicht beim Kauf geboten.

Im Prinzip kann ein Weihnachtsstern mehrere Jahre alt werden, denn in seiner Heimat ist er ein Strauch. Man kann ihn sogar wieder zum Blühen bringen.

Als Zimmerpflanze kann er im europäischen Winter mit der richtigen Pflege seine farbigen Hochblätter bis weit ins neue Jahr hinein behalten.

Geschnittene Weihnachtssterne halten mit der richtigen Behandlung bis zu zwei Wochen und damit genauso lange wie Nelken.

Ja! Den Weihnachtsstern gibt es in vielen Farben – und es werden immer mehr.

Die Farbpalette reicht von Apricot, Bordeaux, Cremeweiß und Lachs über Orange, Pink, Rosa und diverse Rottöne bis hin zu Zimtfarben und Zitronengelb. Dazu kommen zahlreiche

zweifarbige Varianten mit reizvollen Farbverläufen oder Sprenkelungen.

Weihnachtssterne pflegen

Mäßig gießen, weder austrocknen lassen noch zu nass halten; Staunässe unbedingt vermeiden. An einen hellen Platz stellen

Raumtemperatur zwischen 15 und 22 Grad Celsius halten

Zugluft vermeiden

Düngen ist während der Blütezeit nicht nötig. Es ist wichtig, den Weihnachtsstern auf dem Heimweg vom Einkauf gut einzupacken, damit er vor Kälte und Zugluft geschützt ist.

Was Menschen richtig machen, deren Weihnachtssterne über Wochen strahlen, haben wir hier ausführlich aufgeschrieben.

Ihre Pflanzen sollten niemals völlig austrocknen, noch völlig durchnässen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

Erst gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist oder wenn sich der Topf ungewöhnlich leicht anfühlt.

Für einen normal großen Weihnachtsstern in einem 13er-Topf reichen zum Beispiel 100 Milliliter Wasser pro Gießvorgang vollkommen aus. Das ist so viel wie ein geeichtes Glas Sekt. Ein Mini-Stern im 6er-Topf begnügt sich hingegen schon mit einem halben Schnapsglas. Zimmerwarmes Wasser verwenden.

Restliches Wasser nach 15 Minuten aus Übertopf oder Untersetzer entfernen

Über das Gießen von Weihnachtssternen gibt es hier einen ausführlichen Beitrag.

Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad Celsius sind ideal.

Ist es deutlich wärmer, verblühen die Blüten schneller.

Nach unten markieren 12 Grad Celsius eine Grenze. Wird es kälter, reagiert der Weihnachtsstern mit einigen Tagen Verzögerung mit Blattverlust. Deswegen muss man auch beim Einkauf, auf dem Nachhauseweg und zuhause beim Lüften auf die Temperatur achten.

Die wichtigsten Tipps, wie man für gute Bedingungen sorgt, stehen in diesem Blog-Beitrag.

Während der Blüte, direkt nach dem Kauf, braucht der Weihnachtsstern keinen Dünger.

Erst wenn er im Frühjahr wieder neue Blätter treibt, wird es Zeit zu düngen. Man benutzt am besten einen Flüssigdünger für Zimmerpflanzen und dosiert ihn nach Gebrauchsanweisung.

Ein heller, warmer, vor Zugluft geschützter Platz ist ideal für einen Weihnachtsstern. In Deutschland kann er im Winter auch ohne Sonnenschutz an einem Südfenster stehen. Direkte Einstrahlung stellt für die Pflanze in unseren Breitengraden während der Herbst- und Wintermonate kein Problem dar.

In Herbst-, Winter-, Advents- und Weihnachtsdekorationen sieht die Poinsettie auf Wohnzimmer- und Esstischen, auf Sideboards und in Regalen gut aus. Je mehr Licht vorhanden ist, desto besser die Haltbarkeit.

Zum Wegwerfen ist der Weihnachtsstern eigentlich zu schade. So bringt man die Pflanze über den Sommer:

Nach Weihnachten weniger gießen. Dass der Weihnachtsstern ein Teil seines Laubs, insbesondere die farbigen Hochblätter verliert, ist in dieser Phase normal.

Im März trocken halten, um die natürliche Vegetationsruhe nachzuahmen.

Ab April mehr gießen und mit dem Düngen beginnen; eventuell umtopfen. Der Weihnachtsstern wird, wenn er seine farbigen Hochblätter verloren hat und neue Blätter treibt, vorübergehend zur Grünpflanze.

Im Sommer draußen (Temperaturen über 15 Grad) an einem warmen, hellen Standort ohne direkte Sonne) weiterpflegen.

Rechtzeitig wieder nach drinnen holen und wie gewohnt pflegen.

Ab September mindestens 12 Stunden täglich für absolute Dunkelheit sorgen.

In der Vorweihnachtszeit werden die Hochblätter dann wieder farbig sein.

Ja, das ist möglich.

Es ist jedoch nicht einfach, einen Weihnachtsstern das ganze Jahr über zu pflegen und rechtzeitig zur Weihnachtszeit wieder zum Blühen zu bringen. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass die Pflanze danach wieder so richtig schön aussieht. Möglich ist es, aber es kostet viel Zeit und Mühe und ist nicht immer erfolgreich.

Damit der Weihnachtsstern wieder blüht und neue, farbige Hochblätter bekommt, muss man den Weihnachtsstern zunächst übersommern. Wie das geht, erklären wir hier genau.

Damit sich die Hochblätter wieder färben, braucht der Weihnachtsstern ab Oktober etwa zwei Monate lang für mindestens 12 bis 14 Stunden täglich absolute Dunkelheit. Man erzeugt sie zum Beispiel, indem man einen Karton über die Pflanze stülpt. Aber Achtung: Schon das Licht einer Straßenlaterne oder das kurze Anschalten einer Lampe in der Nacht kann den Erfolg zunichte machen.

Weihnachtssterne verwenden

Ja! Weihnachtssterne eignen sich sehr gut zum Dekorieren in Innenräumen.

Die größte Auswahl an Sorten und Farben gibt es in der Regel zu Beginn der Saison Ende Oktober, Anfang November. Im Dezember ist es selbst in gut sortierten Fachgeschäften schwieriger, besondere Farbtöne zu finden. Durch die große Vielfalt an Farben, Formen und Größen sind den Verwendungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt.

Weihnachtssterne sind auch ein ideales Geschenk.

Weil Weihnachtssterne nicht nur als Topfpflanzen viele Fans haben, sondern auch haltbare Schnittblumen sind, werden sie gerne in Gestecken und Sträußen eingesetzt. Stellt man die Wasserversorgung über Blumenröhrchen sicher, sind die Möglichkeiten, mit geschnittenen Weihnachtssternen zu dekorieren, nahezu grenzenlos.

Für Außendekorationen sind Weihnachtssterne in Deutschland aufgrund der kalten Witterung im Herbst und Winter nicht geeignet.

Kreative DIY-Ideen für Advents-, Christbaum- und Tischdekorationen, Geschenke sowie stimmungsvollen, Herbst- und Winterschmuck mit Weihnachtssternen gibt es im Deko-Blog.

Ja! Weihnachtssterne sind haltbare „Schnittblumen“. Bei richtiger Pflege bleiben sie bis zu zwei Wochen lang frisch und damit genauso lang wie Nelken oder Schleierkraut.

Da Floristen Weihnachtssterne in der Regel nicht als Schnittblumen anbieten, schneidet man die Stiele am besten selbst von frischen Pflanzen ab.

Für die Haltbarkeit der geschnittenen Weihnachtssterne ist es wichtig, den Milchsaftfluss so schnell wie möglich zu stoppen. Dafür die Stiele direkt nach dem Schneiden erst für etwa fünf Sekunden in 60 Grad heißes und anschließend gleich in kaltes Wasser tauchen.

Geschnittene Weihnachtssterne kann man in Gestecken und Sträußen verarbeiten oder in Blumenröhrchen überall dazwischen stecken, wo es einem gefällt.

Kreative DIY-Ideen für Advents-, Christbaum- und Tischdekorationen, Geschenke sowie stimmungsvollen, Herbst- und Winterschmuck mit Weihnachtssternen gibt es im Deko-Blog!

Das kommt auf die Temperatur an. Kälter als 12 Grad Celsius darf es tagsüber oder nachts nicht werden. Die tropische Pflanze reagiert auf niedrige Temperaturen mit Blattverlust. Frost verträgt sie gar nicht.

In Deutschland kann man deshalb den Weihnachtsstern in seiner Saison, die von November bis über die Weihnachtstage reicht, nicht nach draußen stellen.

Wer seinen Weihnachtsstern übersommern will, gönnt ihm, sobald die Tage und Nächte warm genug sind, einen hellen, vor Zugluft geschützten Platz im Garten oder auf dem Balkon. Direkte Sommer-Sonne vermeiden.

Über einen Weihnachtsstern als Geschenk freut sich jeder – zu jeder Zeit!

Ein perfekter Geschenktag für Weihnachtssterne ist der 12. Dezember, der Poinsettia-Day. An diesem Tag verschenkt man in den USA traditionell Weihnachtssterne als Freundschaftsbekundung, als Liebesgruß, als Entschuldigung, als Dankeschön oder einfach nur so. Warum nicht einfach mitmachen?

Hilfreiche Ratschläge für häufige Probleme

Verliert ein Weihnachtsstern sein Laub, kann das verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten zählen Kälte und Zugluft, Staunässe und Lichtmangel. Außerdem verliert ein Weihnachtsstern große Teile seines Laubs, wenn er im März in seine Ruhephase tritt.

Weihnachtssterne gehören zu den Wolfsmilchgewächsen. Alle Pflanzen dieser Gattung enthalten einen milchigen Saft, der austritt, wenn Teile der Pflanze beschädigt werden. Normalerweise enthält die „Wolfsmilch“ giftige Substanzen. Dies ist auch bei der Wildform des Weihnachtssterns der Fall.

Bei den modernen Weihnachtssternzüchtungen sind diese allerdings nicht mehr nachweisbar, so dass Weihnachtssterne für Menschen in der Regel vollkommen ungefährlich sind. Zum Verzehr sind sie natürlich dennoch nicht geeignet.

Es ist nicht eindeutig geklärt, inwieweit sie schädlich sind, wenn Tiere wie Katzen oder Vögel sie fressen, aber verschiedene Studien deuten darauf hin, dass sie nicht so gesundheitsschädlich sind, wie bisweilen behauptet wird.

Das Berühren des weißen Saftes kann bei Menschen mit empfindlicher Haut allergische Reaktionen hervorrufen, so dass in solchen Fällen das Tragen von Handschuhen empfohlen werden kann.

Auch Personen mit einer Latexallergie können allergisch auf den Saft reagieren und sollten deshalb den direkten Kontakt damit vermeiden.