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Der Weihnachtsstern ist – nicht nur dem Namen nach – untrennbar mit dem Heiligen Abend verbunden. In vielen Ländern auf der ganzen Welt steht er symbolhaft für Weihnachten und man erzählt sich verschiedene Sagen und Geschichten über ihn.

X-MAS-Schriftzug aus Buchstaben-Pflanzgefäßen mit Mini-Weihnachtssternen und Grünpflanzen

Eine davon ist die folgende Geschichte: Vor langer Zeit lebte das kleine Mädchen Pepita. Das Mädchen war sehr arm und besaß nichts, nicht mal etwas zu essen. Manchmal wusste es nicht, woher es ein Stückchen Brot oder einen Schluck Wasser bekommen oder wie es die nächsten anstrengenden Tage überleben sollte.

Eine grüne Pflanze erblüht in üppigem Rot

An einem dieser Tage hörte Pepita, dass gar nicht so weit entfernt ein ganz besonderes Kind geboren worden sei. Es war in einer Krippe zur Welt gekommen. Sie beschloss, dass sie dieses Kind beschenken wollte – doch sie hatte ja selber nichts, was sie ihm geben konnte. Ihr blieb nichts übrig: Sie pflückte am Wegesrand einige Pflanzen, brachte diese dem Kind und legte sie in seine Krippe.

Wilder Weihnachtsstern

Sobald Pepita die Pflanzen in die Krippe neben das Kind gelegt hatte, sprossen üppige und tiefrote Blüten aus den Stängeln heraus. Die Pflanzen waren wunderschön anzusehen. Sie waren nun ein wunderbares Geschenk für das kleine Kind in der Krippe und die Pflanze, die Pepita gepflückt hatte, trug von diesem Tag an den Namen „Flores de la Nochebuena“ („Blume der Heiligen Nacht“).

Diese Geschichte von Pepita und der „Flores de la Nochebuena“ ist eine traditionelle mexikanische Weihnachtslegende und es gibt sie in zahlreichen, immer ein wenig unterschiedlichen Varianten (mal geht das arme Mädchen Pepita nicht zur Krippe und schenkt dem Kind direkt etwas, sondern in eine Kirche, mal sammelt sie Gräser, mal streut sie Samen aus).

Krippenfiguren mit roten und weißen Weihnachtssternen

Immer gleich bei der Geschichte ist aber, dass Pepita eine ärmliche Pflanze verschenkt oder sät – und plötzlich eine besonders schöne Blume mit roten Blättern erstrahlt. Diese Pflanzen, um die es geht, diese „Flores de la Nochebuena“, sind natürlich Weihnachtssterne und mit dieser Weihnachtswunder-Geschichte werden sie mehr als je zuvor mit dem Heiligen Abend verknüpft.

Ähnliche Bedeutung auch in anderen Ländern

Doch nicht nur in Mexiko, dem Ursprungsort der Pflanzen, sind Weihnachtssterne eng mit Weihnachten verbunden: Das Rot und Grün ihrer Blätter sind klassische Weihnachtsfarben, zudem haben sie sternförmige Hochblätter – da ist es nur verständlich, dass sie auch in vielen anderen Ländern symbolhaft für diese besondere Zeit stehen.

Roter Weihnachtssternmit Tee, Clementinen und Kandiszucker auf Holztisch

Vielfach haben sie auch eine ganz spezielle Bedeutung. Da wäre beispielsweise:

Deutschland:

In Deutschland wird ein Weihnachtsstern gern als Zeichen von Liebe und Wohlwollen an Freunde und Bekannte verschenkt – gerade in der dunklen Winterzeit soll er hoffnungsvoll und optimistisch stimmen.

Kleines Mädchen hält roten Mini-Weihnachtsstern im Übertopf in ausgestreckten Händen

USA:

Auch in Amerika wird der Weihnachtsstern (der hier auch Poinsettia genannt wird) gern verschenkt. Es gibt sogar mit dem 12. Dezember einen offiziellen Poinsettia-Day, an dem Freunde und Familie sich gegenseitig Weihnachtssterne überreichen. Als „Tag des Weihnachtssterns“ wird der Poinsettia Day auch in Deutschland immer bekannter.

Osteuropa:

Viele Menschen, die in den osteuropäischen Ländern leben, sind sehr religiös – unter ihnen gilt der Weihnachtsstern als ein Symbol für den Stern von Bethlehem. Die tiefroten Blätter stehen dabei für das Blut Christi.

Die USA, Deutschland oder Osteuropa sind dabei aber tatsächlich nur einige wenige Beispiele für die Bedeutung des Weihnachtssterns, denn er gilt in vielen Ländern der Welt als ein Symbol der Hoffnung und der Zuversicht in der dunklen Winterzeit!