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Sie gehören zu den Klassikern unter den Zimmerpflanzen und sind zur dunklen Jahreszeit allgegenwärtig: Weihnachtssterne. Die auch Poinsettie, Christ- oder Adventsstern genannte Pflanze punktet mit markant geformten Hochblättern und einer betörend intensiven Färbung. Ihr ausdruckstarkes Auftreten spiegelt sich auch in ihrem wissenschaftlichen Namen wider, der sie als Schönste ihrer Gattung bezeichnet: Euphorbia pulcherrima. Möglicherweise hat die Pflanze es ihrer Schönheit zu verdanken, dass sie bisweilen als empfindliche Diva gilt – doch zu Unrecht. Wer ein paar einfache Regeln beachtet, hat lange Freude an der stilvollen Grazie aus Mittelamerika.
Richtig gießen: Weniger ist mehr
Der Weihnachtsstern ist in seinen Bedürfnissen ein maßvolles Gemüt. Das gilt auch für seinen Durst. Die wichtigste Regel lautet: Der Topfballen der Pflanze sollte weder komplett austrocknen noch durchnässen. Eine allzu gut gemeinte Wasserversorgung führt leicht zu Staunässe und kann Wurzelfäulnis begünstigen. Wie es der Pflanze geht, lässt sich an ihren Blättern ablesen: Werden diese gelb oder fallen ab, sollte der Wasserhaushalt überprüft werden. „Viele Blumen-Liebhaber meinen es besonders gut und gießen ihren Weihnachtsstern zu viel. Doch die Poinsettie hat nur einen mäßigen Wasserbedarf“, erläutert Floral Designer Klaus Wagener von BLOOM’s. „Alle zwei Tage ein kleiner Schluck Wasser genügt vollkommen. Wässert man den Wurzelballen im Tauchbad, reicht sogar einmal die Woche. Als Daumenregel für den Topfballen gilt: trockener Kopf, trockene Füße, aber ein volles Herz. Ist die oberste Schicht des Substrates angetrocknet, verträgt die Pflanze die nächste Gabe Wasser“.
Der richtige Standort: hell, warm und vor Zugluft geschützt
Ein geeignetes Plätzchen für den Weihnachtsstern ist im Haus leicht zu finden. Außer in dunklen Räumen oder im zugigen Eingangsbereich fühlt er sich eigentlich überall wohl. Tageslicht ist wichtig, denn als waschechte Mexikanerin bevorzugt die Poinsettie einen hellen Platz. Auch direkte Sonneneinstrahlung, z.B. auf der Fensterbank, ist kein Problem für die Pflanze, insbesondere in den lichtarmen Wintermonaten. Die Umgebungstemperatur sollte zwischen 15 und 22 Grad liegen und entspricht damit den üblichen Raumtemperaturen. Lediglich bei einer Sache ist Vorsicht geboten: Der Weihnachtsstern verträgt keine Zugluft. Während des Lüftens die Pflanze also besser in eine geschützte Ecke stellen.
Schon beim Kauf auf Qualität achten
Die beste Pflege zu Hause bringt nichts, wenn die Pflanze vor der Ankunft in ihrem neuen Zuhause nicht richtig behandelt wurde. Deshalb beim Kauf unbedingt darauf achten, dass der Weihnachtsstern auch im Laden vor Zugluft und Kälte geschützt war und ihn für den Weg nach Hause warm einpacken. Um eventuelle Pflegefehler noch vor dem Kauf zu entdecken, ist es außerdem sinnvoll, den Zustand der Erde zu kontrollieren. Diese sollte weder triefend nass noch vollkommen ausgetrocknet sein. Gute Indizien für eine gesunde Pflanze sind dichtes Laub und gelbgrüne, knospige Blüten zwischen den farbigen Hochblättern. Übrigens: Beim Kauf eines Weihnachtssterns im November oder Dezember ist die Erde bereits vorgedüngt. Es ist deshalb nicht notwendig, den dekorativen Blickfänger während der Blütezeit zu düngen. Wir wünschen eine schöne Sternenzeit!

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